Linz AG lehnte die Schwimmkurs-Förderung des Landes ab

Haimbuchner und Raml: Land OÖ fördert auch dieses Jahr wieder Schwimmkurse – Linz lehnte Angebot ab

Bereits im vergangenen Jahr wurden unter Federführung von Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner im Rahmen der OÖ Familienkarte gemeinsam mit der SPORTUNION Oberösterreich Schwimmkurse für oberösterreichische Familien angeboten. Im Vorjahr wurden in einem Pilotprojekt an sechs Standorten jeweils drei Kurse abgehalten. Da die Nachfrage enorm, alle Kurse binnen kürzester Zeit ausgebucht waren, wird das Projekt nun fortgesetzt und ausgebaut. Konkret finden an zwölf Standorten oberösterreichweit jeweils drei Kurse statt.

Leider wurde eine Kooperation mit den Linz AG Bäder durch die Verantwortlichen auch für dieses Jahr abgelehnt. Bereits letztes Jahr mussten einige Kinder auf ihren Schwimmkurs verzichten – wetterbedingt hätte ein Schwimmkurs vom Freibad Traun in die Linz AG Hallenbäder verlegt werden müssen. Man stellte sich quer, der Schwimmkurs musste unter erschwerten Bedingungen und geringerer Teilnehmeranzahl stattfinden. Seitens des Landes und der SPORTUNION wurde versucht in diesem Fall eine tragbare Lösung für die Kinder zu finden, leider stieß unser Anliegen auf taube Ohren bei der Stadt Linz, obwohl laut einer Kassamitarbeiterin das Lehrschwimmbecken verfügbar gewesen wäre. Eine ernüchternde Situation, immerhin mussten einige Kinder deshalb auf ihren Schwimmkurs verzichten“, so Haimbuchner.

Auch dieses Jahr trat die SPORTUNION an die LINZ AG Bäder heran – die vom Land geförderten Schwimmkurse sollten auch in der Landeshauptstadt angeboten werden. Erneut wurde das Angebot durch die LINZ AG Bäder abgelehnt. „Wir wollten Fälle wie im letzten Jahr unbedingt vermeiden“, so Haimbuchner. Und weiter: „Gerne hätten wir ein einheitliches Angebot mit der OÖ Familienkarte für den gesamten oberösterreichischen Raum geschaffen, vor allem in Anbetracht der prekären finanziellen Situation der Landeshauptstadt wäre dies eine kostenschonende Lösung für die Stadt gewesen“.

Offensichtlich möchte man seitens der Stadt Linz nun doch eine Kehrtwende bei dem Thema einschlagen. Im heutigen Gemeinderat wird ein Antrag der Vizebürgermeisterin eingebracht, bei dem um Aufnahme der Stadt Linz in die Schwimmkurs-Förderung des Landes ersucht wird. Haimbuchner dazu: „Ein politisches Kuriosum. Die LINZ AG Bäder, die sich zu hundert Prozent im Eigentum der Stadt Linz befinden, lehnen zuerst unser Angebot einer Kooperation ab. Und dann stellt die Vizebürgermeisterin einen Antrag, dass die LINZ AG BÄDER doch bitte in dieses Programm aufgenommen werden sollen.“

Auch der Linzer Sicherheits-Stadtrat Dr. Michael Raml findet deutliche Worte: „Hier weiß die linke Hand offensichtlich nicht, was die rechte Hand macht. Für mich steht die Sicherheit unserer Kinder an erster Stelle. Jedes Kind, das schwimmen lernt, gewinnt ein Stück Sicherheit und Selbstvertrauen. Umso wichtiger ist es, dass wir alle vorhandenen Ressourcen bestmöglich bündeln.“ Eine gemeinsame Lösung zwischen Stadt und Land wäre nicht nur im Interesse der Familien gewesen, sondern hätte auch Synergien geschaffen und Kosten gespart. Das Familienreferat wollte die LINZ AG BÄDER von Anfang an einbinden, so Ram, der Haimbuchner dankt und bekräftigt: „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass man sich seitens der Stadt zuvor informiert, bevor man Anträge stellt, die eigentlich nie notwendig waren. Man hätte das Angebot des Landes auch einfach annehmen können.“

Die Kurse finden in der Ferienzeit statt und richten sich an alle Nicht-Schwimmer und Schwimm-Anfänger. Informationen zu den geförderten Kursen und zur Anmeldung finden interessierte Eltern auf der Website der OÖ Familienkarte unter www.familienkarte.at.