Donaubrücke Mauthausen: Hauptauftrag vergeben
Mit der gemeinsamen Vergabe des letzten großen Bauauftrags für den Tragwerkstausch der bestehenden Donaubrücke Mauthausen setzen die Länder Oberösterreich und Niederösterreich den nächsten wesentlichen Schritt in der Umsetzung dieses bedeutenden Infrastrukturprojekts. Die Arbeiten werden von der ARGE DBM durchgeführt, an der die HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft sowie die PORR Bau GmbH beteiligt sind.
Die Donaubrücke Mauthausen ist eine zentrale Verkehrsverbindung für die gesamte Region und für tausende Pendler, Betriebe und Gemeinden von großer Bedeutung. Mit der Vergabe des Hauptloses ist nun ein entscheidender organisatorischer Schritt gesetzt, um den geplanten Tragwerkstausch im Sommer 2028 verlässlich vorbereiten und abwickeln zu können.
Steinkellner: „Aus Planung wird Umsetzung“
Oberösterreichs Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner betont die Bedeutung der Vergabe für die weitere Umsetzung: „Mit dieser Vergabe wird aus Planung Schritt für Schritt Umsetzung. Die Donaubrücke Mauthausen ist für tausende Pendler und Betriebe unverzichtbar. Deshalb bereiten wir den Tragwerkstausch sorgfältig vor und setzen auf eine klare Information und verlässliche Umsetzung.“ Die Vergabe erfolgte gemeinsam durch die Länder Oberösterreich und Niederösterreich. Damit wird die länderübergreifende Zusammenarbeit fortgesetzt, die für das Gesamtprojekt – von der Planung über die behördlichen Verfahren bis zur späteren Umsetzung – wesentlich ist. Auch die Kosten für den Tragwerkstausch werden von beiden Ländern gemeinsam getragen.
Der Auftrag an die ARGE DBM umfasst zentrale Vorbereitungs- und Bauleistungen für den späteren Austausch des Tragwerks. Dazu zählen insbesondere die Vormontage und Vorfertigung der neuen Strombrücke im Ennshafen, konkret der zwei jeweils rund 200 Meter langen Stahltragwerke.
Darüber hinaus wird die Vorlandbrücke in Seitenlage errichtet. Weitere Bestandteile sind die Gewässerschutzanlagen in Oberösterreich und Niederösterreich, der Bau der Radwegunterführung in Oberösterreich sowie weitere bauvorbereitende und begleitende Maßnahmen.
Die Vorbereitung der neuen Stahltragwerke abseits des bestehenden Verkehrsraums ermöglicht eine konzentrierte Abwicklung des eigentlichen Tragwerkstausches. Dieser umfasst später das Ausschwimmen und den Abtrag des bestehenden Tragwerks sowie das Einschwimmen und die Fertigstellung des neuen Tragwerks.
Landbauer: Sperre auf notwendiges Minimum beschränken
Auch Niederösterreichs Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer verweist auf die regionale Tragweite des Vorhabens: „Mit der Vergabe des Hauptauftrags geht dieses für die gesamte Region bedeutende Infrastrukturprojekt in die nächste Umsetzungsphase. Wir arbeiten bereits jetzt mit voller Kraft an den Vorbereitungen, damit der Tragwerkstausch im Sommer 2028 so rasch und reibungslos wie möglich erfolgen kann. Das neue Tragwerk wird parallel zum laufenden Verkehr errichtet, anschließend zur Brücke geschwommen und eingehängt. Diese vorausschauende Vorgangsweise schafft die Grundlage dafür, die unvermeidbare Sperre auf das notwendige Minimum zu beschränken und Verzögerungen für Pendler, Betriebe und die Bevölkerung bestmöglich zu vermeiden. Unser Ziel ist eine sorgfältig geplante, sichere und verlässliche Umsetzung dieses Jahrhundertprojekts.“
Baustart ab Herbst 2026 – Tragwerkstausch im Sommer 2028
Der Start der Arbeiten wird derzeit vorbereitet. Ab Herbst 2026 sollen die ersten baulichen Maßnahmen umgesetzt werden. Die Bauabwicklung erfolgt schrittweise und in enger Abstimmung mit den technischen Vorbereitungen, Genehmigungen sowie den betroffenen Infrastrukturbetreibern.
Parallel dazu laufen gemeinsam mit den ÖBB die Verstärkungen der bestehenden Brückenpfeiler weiter. Sie sind eine zentrale technische Voraussetzung dafür, dass der Tragwerkstausch sicher und planmäßig umgesetzt werden kann. Das Projekt erfordert dabei eine enge Koordination von Straßen- und Bahninfrastruktur, Donauquerung, Baustellenlogistik und Verkehr.
Der eigentliche Tragwerkstausch ist für den Sommer 2028 vorgesehen und macht eine rund dreimonatige Sperre der Straßenbrücke erforderlich. Derzeit ist dafür der Zeitraum von 20. Mai bis 19. August 2028 geplant. In dieser Phase werden die wesentlichen Arbeiten unmittelbar an der Bestandsbrücke durchgeführt. Für diese Sperrphase wurde ein Verkehrs- und Maßnahmenkonzept mit regionaler Beteiligung entwickelt. Ziel ist es, den Verkehr während der Sperre möglichst geordnet zu führen, Belastungen so weit wie möglich zu reduzieren und Pendler, Betriebe, Gemeinden, Einsatzorganisationen sowie die Bevölkerung rechtzeitig und verlässlich zu informieren.
Nächste Schritte
In den kommenden Monaten stehen die Detailabstimmung mit der ARGE DBM, die Vorbereitung der Baustelleneinrichtung, die weitere technische Konkretisierung und die laufende Koordination mit den ÖBB im Mittelpunkt. Der Tragwerkstausch der Donaubrücke Mauthausen bleibt ein anspruchsvolles Infrastrukturprojekt, bei dem sorgfältige Vorbereitung, transparente Kommunikation und eine verlässliche Umsetzung entscheidend sind.