Die A26, auch Linzer Westring genannt, zählt zu den größten Straßenbauprojekten Oberösterreichs. Sie soll künftig den Verkehr im Linzer Stadtgebiet entlasten und eine direkte Verbindung zwischen der Mühlkreisautobahn A7 und dem Süden der Stadt schaffen. Nach jahrelangen Planungen und intensiven Diskussionen hat nun die zweite Bauetappe begonnen. Kernstück ist ein rund drei Kilometer langer Tunnel unter dem Freinberg. Die Fertigstellung des Abschnitts ist für das Jahr 2032 vorgesehen. Der Spatenstich erfolgte am 3. Juli. „Mit dem Baustart der zweiten Etappe erreicht eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Oberösterreichs den nächsten Meilenstein“, so Oberösterreichs Mobilitätslandesrat Mag. Günther Steinkellner. Neben der A26 sieht Steinkellner auch die Notwendigkeit für eine Ostumfahrung, hier wäre der Bund gefordert, sodass die dringend benötigte Ostumfahrung in das Bundesstraßengesetz aufgenommen wird, ansonsten drohe Linz trotz Projekte wie der A26 im Stau zu ersticken.
Letzter Bauabschnitt des Westrings
„Beim Freinbergtunnel handelt sich um den zweiten Bauabschnitt der A26, die eine wesentliche Entlastung des innerstädtischen Bereichs bei der Nibelungenbrücke veranlassen wird“, so Steinkellner. Es werde damit die Fahrzeit des oberen Mühlviertels Richtung Westautobahn um etwa eine halbe Stunde verkürzt werden. „Und vor allem gibt es eine bessere Luft in der Nähe des Hauptplatzes, weil damit der Verkehr um tausende Fahrzeuge verringert wird.“
Die Entlastung wird in Urfahr entlang der Rudolfstraße, auf der Nibelungenbrücke sowie ganz besonders im Abschnitt Waldeggstraße spürbar sein. Die Waldeggstraße und deren Verbindungen bleiben bestehen, werden jedoch umfangreich neugestaltet. Das umfasst großzügigere Gehwege, Busspuren und einen optimierten Radweg für mehr Sicherheit und Komfort. Zusätzlich wird der Bereich umfangreich neu begrünt.
Ostumfahrung dringend notwendig
Neben dem Westring gibt es weitere Straßenbauprojekte, die dringend vorangetrieben werden müssen. Dazu zählt unter anderem die sogenannte Ostumfahrung. „Die Ostumfahrung ist essenziell für Linz, weil wir durch den Lückenschluss der tschechischen Autobahn mit einer Verkehrsverlagerung der Innkreisautobahn auf die S10 und A7 rechnen. Das bedeutet, dass wir tausende LKWs mehr bekommen, die alle durch die Stadt durchfahren würden, wenn wir keine Ostumfahrung zustande bringen. Linz würde damit vor dem Bindermichl im Stau ersticken, weil dieser noch einmal fünfundzwanzigtausend Fahrzeuge zusätzlich aufnehmen müsste. Das geht sich nicht aus. Deswegen verlange ich dringendst den Start einer Ostumfahrung“, so Steinkellner.
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Fahrzeit Minimierung
Auch der Transitverkehr würde von einer Ostumfahrung profitieren. „Wenn man sich die Karte von Dresden nach Linz ansieht, fährt man derzeit über 120 Kilometer länger nach Linz, als wie wenn man die direkte Linie Dresden, Prag, Linz fahren würde. Und wir haben hier einen immer mehr zunehmenden Nord-Süd-Verkehr, der dann auf die Pyhrnautobahn A9 weiterfährt. All das würde durch die Stadt Linz gehen. Denn welcher Lkw-Fahrer, welches Unternehmen fährt freiwillig bei teurer Maut 120 Kilometer länger und braucht längere Zeiten. Das bedeutet, wir haben diese Verlagerung, wir rechnen auf jeden Fall damit. Deshalb brauchen wir jetzt dringend den Beschluss im Nationalrat, dass die Ostumfahrung in das Bundesstraßengesetz aufgenommen wird“, so Steinkellner.