Mehr Sicherheit am Schulweg

Sichtbar sein, Gefahren erkennen und selbstständig unterwegs sein: Mit den kostenlosen Warnwesten für alle Taferlklassler und dem Projekt „sicher bewegt – Elternhaltestelle“ setzt das Land Oberösterreich gemeinsam mit seinen Partnern auf mehr Sicherheit rund um den Schulweg.

Gut sichtbar auf dem Weg zur Schule

Für Kinder beginnt mit dem ersten Schultag ein neuer Abschnitt: Sie legen Wege zunehmend selbstständig zurück und sammeln dabei wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr. Gerade am Morgen ist die Situation rund um Schulen jedoch oft unübersichtlich. Berufsverkehr, schlechte Sichtverhältnisse und zahlreiche Fahrzeuge erhöhen das Unfallrisiko. „Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn die Kinder für Autofahrer besser sichtbar wären“, betont Familienreferent Landeshauptmann-Stv.
Dr. Manfred Haimbuchner.

Deshalb erhalten alle oberösterreichischen Schulanfänger kostenlos eine Kinderwarnweste. Das Land Oberösterreich setzt die Aktion gemeinsam mit der AUVA Landesstelle Linz, der Wiener Städtischen Versicherung und der HYPO Oberösterreich um.
Die Westen werden zu Schulbeginn im Rahmen der Verkehrserziehungstage von der Polizei direkt an den Volksschulen verteilt.

„sicher bewegt – Elternhaltestelle“

Nicht nur die Sichtbarkeit, auch der Verkehr unmittelbar vor Schulen ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Sogenannte „Elterntaxis“, die Kinder direkt vor dem Schuleingang absetzen, können zu gefährlichen Situationen führen: Viele Fahrzeuge treffen auf engem Raum aufeinander, während gleichzeitig zahlreiche Kinder unterwegs sind.

Mit dem Projekt „sicher bewegt – Elternhaltestelle“ schafft das Familienreferat des Landes Oberösterreich eine sichere Alternative. Speziell gekennzeichnete Elternhaltestellen dienen als Ausgangspunkt für den letzten Wegabschnitt. Von dort gehen die Kinder zu Fuß weiter zur Schule.

Die geeigneten Standorte und Wegstrecken werden gemeinsam mit Gemeinden, Schulen, Exekutive, Eltern und Kindern festgelegt und von Experten auf ihre Sicherheit geprüft. So wird der Verkehr unmittelbar vor den Schulen reduziert und gleichzeitig die Bewegung und Selbstständigkeit der Kinder gefördert.

In Oberösterreich gibt es mittlerweile mehr als 70 Elternhaltestellen. Best-Practice-Beispiele und weitere Informationen sind auf der Webseite der OÖ Familienkarte zu finden.

Gemeinsam für mehr Sicherheit

Ob Warnweste, Elternhaltestelle oder Verkehrserziehung: Entscheidend ist das Zusammenspiel vieler Maßnahmen. Eltern können ihre Kinder auf den Schulweg vorbereiten, während die Schulen mit Unterstützung der Polizei wichtige Verkehrsregeln vermitteln und die Gemeinden sichere Rahmenbedingungen schaffen.

Ein sicherer Schulweg schafft nicht nur mehr Schutz im Straßenverkehr, sondern stärkt auch die Selbstständigkeit der Kinder und gibt ihnen Sicherheit auf ihrem täglichen Weg.

Weitere Angebote der OÖ Familienkarte sind auf www.familienkarte.at bzw. in der Familienkarte App zu finden.