Oberösterreich erlebt eine deutliche Belebung am Häuslbauermarkt. Im ersten Halbjahr 2025 wurden 564 geförderte Darlehen vom Land zugesichert – eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (190). Nach zwei eher schwachen Jahren könnte die Zahl der geförderten Projekte heuer erstmals wieder die Marke von 1000 überschreiten. Bereits 2024 waren es 851 Darlehen, 2023 nur 759. Zum Vergleich: Im Hochjahr 2018 wurden 1429 Darlehen vergeben. Damit scheint sich das Comeback der Eigenheime abzuzeichnen.
Neben der günstigen Landesförderung spielen auch gesunkene Bankzinsen und das Auslaufen der restriktiven KIM-Verordnung (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung) eine Rolle. Viele Bauherren benötigen neben der Landesförderung klassische Bankkredite – hier ist die Lage 2025 wieder spürbar entspannter. Zudem ist dem für Wohnbau zuständigen Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner ein Schulterschluss mit den anderen Bundesländern gelungen, die sogenannte OIB-Richtlinie (eine bundesweit harmonisierte Baunorm des Österreichischen Instituts für Bautechnik) zu entschärfen. Ein entsprechender Entwurf lag bereits vor – und sorgte rasch für scharfe Kritik. Denn die geplante nationale Umsetzung der EU-Vorgaben hätte nach Ansicht vieler Experten die ohnehin angespannte Lage am Wohnungsmarkt weiter verschärft. Wohnbaureferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner warnte eindringlich vor den dramatischen Folgen: Laut Analysen wären rund 30 Prozent der bisher im mehrgeschossigen Wohnbau errichteten Gebäude mit den neuen Anforderungen nicht mehr genehmigungsfähig gewesen, im Eigenheimbereich sogar bis zu 40 Prozent.
Statistik erwartet weiteren Zuwachs
Auch die Bauwirtschaft zeigt sich vorbereitet: Engpässe wie in der Hochkonjunktur 2021/22 bei Personal und Material bestehen nicht mehr. Ein Einfamilienhaus kostet aktuell rund acht Prozent mehr als 2022, aber die gestiegenen Löhne schlagen sich nunmehr gleichmäßiger auf die Kalkulation nieder. Ob die Gesamtzahl der Häuslbauer über die 1000-Marke hinausgeht, hängt auch von jenen ab, die ohne Förderdarlehen bauen – deren Zahl wird erst von der Statistik Austria erfasst. Die Baubewilligungen für Ein- und Zweifamilienhäuser waren in Oberösterreich von 4585 (2022) auf 2064 (2024) gefallen. Doch Fachleute erwarten 2025 auch hier eine moderate Trendumkehr. Was laut Branchenstimmen weiterhin schwächelt, ist der frei finanzierte Wohnungs- und Reihenhausbau in städtischen Lagen – auch wegen hoher Baukosten und Zinsbelastung für Anleger. Der ländlich geprägte Häuslbau zeigt sich dagegen robuster.
„Oberösterreich investiert, während andere einsparen“
Haimbuchner sieht in der erfreulichen Entwicklung ein klares Signal für eine erfolgreiche Wohnbaupolitik auf Landesebene: „Unsere attraktive Förderaktion hat den Häuslbauermarkt wiederbelebt. Mit dem fix verzinsten Darlehen von 1,5 Prozent über 20 Jahre sind wir als einziges Bundesland der Wohnbauoffensive des Bundes rasch und wirksam gefolgt – und das mit eigenen Landesmitteln.“ Während andere Bundesländer mit ihren Budgets kämpfen und Förderungen kürzen, setzt Oberösterreich auf Stabilität und Entlastung, so Haimbuchner. Bis Ende 2025 ist das 1,5%-Darlehen garantiert – was danach kommt, wird aktuell neu verhandelt.
Ein Erfolg mit Handschrift der FPÖ
Der Aufschwung am Häuslbauermarkt ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer politischer Entscheidungen, betont die FPÖ. Haimbuchners Kurs – sozial treffsicher, wirtschaftlich verantwortungsvoll und bürgernah – zeigt, wie aktive Landespolitik Menschen konkret entlastet und langfristig Wohnraum sichert. Oberösterreich beweist damit einmal mehr: Mit Eigenverantwortung, Hausverstand und Freiheitlicher Handschrift lässt sich auch in schwierigen Zeiten eine faire Wohnbaupolitik gestalten.