Haimbuchner am Aschermittwoch 2026: „Wir haben nur einmal dieses Österreich – schauen wir darauf!“

Kickl: „Bei der nächsten Wahl treten nur mehr zwei Parteien gegeneinander an!“

 Der politische Aschermittwoch der Freiheitlichen stand 2026 ganz im Zeichen klarer Botschaften, patriotischer Töne und einer deutlichen Kampfansage an die politische Konkurrenz. In einer Zeit, die von wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischen Spannungen und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt ist, positionierten sich die Freiheitlichen als Kraft der Stabilität, Identität und nationalen Selbstbehauptung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Reden von Oberösterreichs Landesparteichef, Landeshauptmann-Stv. Dr.  Manfred Haimbuchner und Bundesparteiobmann Herbert Kickl, die beide mit klarer Rhetorik und pointierten Aussagen ihre politischen Leitlinien darlegten. Während Haimbuchner den Fokus auf Verantwortung für Österreich und die Bewahrung nationaler Werte legte, richtete Kickl den Blick bereits unmissverständlich auf die nächste Nationalratswahl, die aus Sicht der Freiheitlichen zu einer Entscheidung zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen politischen Wegen werden soll.

Kritik an der Bundesregierung: „Demokratieverweigerung“

Deutliche Kritik übte der FPÖ-Landesparteiobmann an der Bundesregierung, die er als „Verlierer-Koalition“ bezeichnete, „von der wir eine Befreiung brauchen“ und der er „Demokratieverweigerung“ vorwarf. Österreich brauche eine Befreiung von dieser Verlierer-Koalition. Nur um den Volkskanzler Kickl zu verhindern, die vom Wähler eine Abfuhr erhalten hat, hätten sich die drei Parteien zusammengeschlossen. Besonders deutlich wurde Haimbuchner in Richtung Bundeskanzler und Vizekanzler: „Beim Bundeskanzler Stocker habe ich ständig das Gefühl, der sitzt im Kanzleramt und hofft, dass niemand merkt, dass er Bundeskanzler ist.“ Und weiter über Vizekanzler Andreas Babler: „Ein Mann, der als Bürgermeister von Traiskirchen gescheitert ist, soll jetzt Österreich führen?“ Selbst die Genossen in Oberösterreich würden denken ‚Bitte, können wir nicht einen anderen haben?‘“

Klares Bekenntnis zur Neutralität und zum Bundesheer

 Haimbuchner bekannte sich im weiteren Verlauf seiner Rede klar zur österreichischen Neutralität und zum Bundesheer: „Ich habe mit der Waffe gedient und ich bin stolz darauf. Aber ich hoffe, dass niemals ein Grundwehrdiener dieses erlernte Können in der Realität einsetzen muss.“ Neutralität bedeute nicht Untätigkeit, sondern auch Investition in die eigene Verteidigungsfähigkeit. „Neutralität ist kein gemütliches Sofa. Sie bedeutet auch Bewaffnung, finanziellen Einsatz und Verantwortung.“ Es sei zudem wenig verwunderlich, dass sich immer weniger junge Männer für das Bundesheer und für den Dienst an der Waffe melden. „Jahrzehntelang wurde das Bundesheer schlecht geredet, lächerlich gemacht und herabgewirtschaftet“, sieht der FP-Landeschef einen Grund in der Propaganda der Marxisten in den Redaktionsstuben, „die bis heute keine Krawatte binden können und ein Sakko für eine japanische Schnapsmarke halten.“

Oberösterreich als industrielles Herz – Green Deal, CO₂-Steuer und Energiepreise

Besonders betonte der freiheitliche Landesparteiobmann die Rolle Oberösterreichs als wirtschaftliches Zentrum des Landes. „Oberösterreich ist das industrielle Herz dieses Landes. Hier wird gearbeitet, hier wird produziert, hier wird der Wohlstand erwirtschaftet. Bei uns in Oberösterreich zählt nicht, was man twittert, sondern was man hackelt.“  Deutliche Kritik übte Haimbuchner am europäischen Green Deal. „Die EU reguliert unsere Wirtschaft zu Tode, belastet Unternehmer mit unnötiger Bürokratie und depperten CO₂-Abgaben, während andere Industrienationen sich ins Fäustchen lachen.“ China stoße in einem Jahr mehr CO₂ aus als Europa und Amerika zusammen, Europa lasse „sich am Nasenring durch die Klima-Manege ziehen – für das gute Gewissen einer grünen Blase, die glaubt, das Weltklima rettet man am besten, indem man die eigene Wirtschaft ruiniert. Das lassen wir Freiheitliche nicht zu!“ Die Forderung sei klar: „Die CO₂-Steuer muss weg! Energieabgaben müssen auf ein Niveau, mit dem unsere Betriebe international bestehen können.“ Die Erzeugung von Stahl, Ziegel, Zement, Aluminium, Dünger und Papier müsse auch in Zukunft in Oberösterreich wirtschaftlich möglich sein. „Nur so gibt es Arbeitsplätze und Wohlstand“

 „Wenn jemand sagt, dass Überfremdung und Migrantengewalt um sich greifen, dann ist er kein Hetzer, sondern hat einfach Augen im Kopf.“

Die EU habe sich zu einem Bürokratiemoloch entwickelt mit überbordender Zensur und Regulierung einerseits „und anderseits wurden in der Migrationspolitik alle Schleusen geöffnet, die Grenzen nicht dicht gemacht. Wenn jemand sagt, dass Überfremdung und Migrantengewalt um sich greifen, dann ist er kein Hetzer, sondern hat einfach Augen im Kopf.“ Zu den wörtlich von Haimbuchner betiteln ‚Empörungsfestivals‘ bei Begriffen wie Remigration oder Ausschaffung findet Haimbuchner noch deutlicher Worte: „Wie was am Ende heißt ist mir dann auch wurscht, Hauptsache die Mörder, Vergewaltiger, Belästiger, Drogendealer, die Sozialschmarotzer verschwinden aus unserer schönen Heimat.“  Menschenrechte würden selbstverständlich gelten – jedoch mit klarer Priorität: „Die Menschenrechte gelten in meiner Welt zuerst für die Menschen, für die ich als Politiker Verantwortung übernommen habe – für die Österreicher und die anständigen, fleißigen Migranten.“

„Österreich soll wieder funktionieren“

Eine klar positive Botschaft hatte Haimbuchner noch für die Besucher in der Jahnturnhalle: Wir Freiheitliche sind dafür und treten mit all unserer Kraft dafür ein, dass unser schönes Österreich wieder funktioniert. Dafür, dass sich Leistung lohnt. Dafür, dass unsere Kinder eine Zukunft in einem Land haben, das sie noch wiedererkennen.“ Dabei betonte Haimbuchner, dass es ihm um Bodenständigkeit und Werte gehe – und um eine Politik, die sich am Alltag der Menschen orientiere. „In Oberösterreich zeigen wir seit Jahren, wie freiheitliche Politik geht in den Gemeinden, den Städten oder in der Landesregierung – im Wohnbau, im Verkehr, in der Familienpolitik und in der Finanzpolitik. Überall, wo wir gestalten, tun wir das zum Wohle der Menschen in diesem Land.“  Der langjährige Landeshauptmann-Stellvertreter unterstrich zudem die Verlässlichkeit seiner Partei in Regierungsverantwortung: „Ich schäme mich nicht zu sagen, dass wir ein Koalitionspartner mit Handschlagqualität und Verlässlichkeit sind. Ein freiheitlicher Handschlag zählt. Wir sind ein verlässlicher Partner als Nummer Drei gewesen, wir sind ein verlässlicher Partner als Nummer Zwei und wir werden das auch als Nummer Eins sein.“

Deutliche Worte fand Haimbuchner für die Bundesregierung in Wien. „Die Verliererkoalition belastet uns alle – nicht nur die Politik im Land, sondern vor allem die Österreicher.“ Er, Haimbuchner, zeigte sich überzeugt, dass die Wähler eine andere politische Richtung bevorzugt hätten.

„Ihr habt euch in Wien eine bessere Regierung verdient. Herbert Kickl hätte als Kanzler eine andere Richtung eingeschlagen.“ Die kommenden Wahlen sieht er als Chance zur politischen Korrektur. „Die anstehenden Wahlen in den nächsten Jahren können das entsprechende Korrektiv sein.“

Kickl rechnet mit Regierung und ÖVP ab

 Mit einer Mischung aus Spott, Zuspitzung und fundamentaler Systemkritik prägte FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl den politischen Aschermittwoch 2026. Bereits zu Beginn nahm Kickl die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ins Visier. Während die Freiheitlichen die größte Halle Kärntens füllten, könne die ÖVP ihre Veranstaltung nur noch „dort abhalten, wo bei uns die Garderobe gewesen ist. Gleich neben dem Besenkammerl, und das ist noch zu groß.“ Mit ironischem Unterton verwies er auch auf seine Parteihymne, mit der er als „Hitparaden-Stürmer“ sogar den Sprung in die Ö3-Charts geschafft habe – sehr zum Missfallen des ORF am Küniglberg, wo angeblich „Alarmstufe Rot“ geherrscht habe. Für die politische Konkurrenz hatte er musikalische Empfehlungen parat: „Immer rückwärts SPÖ“ passe zu den Sozialdemokraten, für die ÖVP eigne sich „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Die „gute alte Zeit“ als politisches Leitbild

Inhaltlich dominierte ein nostalgischer Blick auf frühere Zeiten. Kickl widersprach Aussagen von Kanzler Stocker, wonach die „gute alte Zeit“ vorbei sei und Österreich nie eine „Insel der Seligen“ gewesen wäre. Das sei ein „riesen Schwachsinn“.

„Diese gute alte Zeit, die hat es tatsächlich gegeben. Die war in unserem Land real“, erklärte er. Österreich sei einst ein Land gewesen, „in dem die Leute mit dem Geld, das sie verdient haben, ausgekommen sind“, in dem man „Herren im eigenen Haus“ gewesen sei und „unsere Regeln gegolten haben“. Zudem habe es „keinen Islamismus, keine Massenvergewaltigungen, keine Amokläufe, keine Attentate, keine Terroranschläge“ gegeben. Es sei „eine Zeit der Geborgenheit“ gewesen.

Anstatt diese Phase als Illusion abzutun, müsse man sie laut Kickl neu beleben und „die guten Zeiten zu den neuen Zeiten der Zukunft machen“.

Fundamentale Kritik an der Bundesregierung

Die aktuelle Bundesregierung bezeichnete Kickl als „Totalversagen“. Kanzler Stocker wolle das Land „aus der Krise herausmeditieren“. Wenn dieser „Buddha spielen“ wolle, „dann soll er sich eine orange Kutte überwerfen und in so ein fernöstliches Kloster eintreten“.

Auch die TV-Quoten der „Rede zur Zukunft der Nation“ dienten ihm als Beleg für die angebliche Wirkungslosigkeit: „Nach dem Stocker kam das Wetter, und da haben die Leute dann wieder eingeschaltet.“ Wer als Bundeskanzler solche Zahlen habe, könne sich „eigentlich nur mehr eingraben“. Die Entlastungspakete der Regierung seien aus seiner Sicht ein „billiger Witz“. Um fünf Euro zu sparen, müsse man „260 Eier verdrücken“, spottete er in Anspielung auf Maßnahmen gegen die Teuerung.

 Attacken auch gegen die Landes-ÖVP

Auch die oberösterreichische ÖVP unter Landeshauptmann Stelzer blieb nicht verschont. Diese habe der Bevölkerung die „Verlierer-Ampel in Wien federführend mit eingebrockt“. Auf die Aussage von ÖVP-Klubobmann August Wöginger, der freiheitliche Anhänger als „Fandlschwinger ohne Zähne und mit zerrissenen Hosen“ bezeichnet hatte, reagierte Kickl scharf: „Es ist immer noch besser, wenn man keine Zähne im Mund hat, als wenn man kein Herz in der Brust hat und kein Hirn im Kopf.“

Österreich soll mit Phönix-Plan wieder zur ‚Insel der Seligen‘ werden

Als Gegenentwurf zur Politik der Systemparteien präsentierte Kickl seinen „Phönix-Plan für Österreich“, der einen umfassenden „Systemwechsel“ und eine „Dritte Republik“ einleiten solle. Zu den Kernpunkten zählten ein sofortiger Stopp aller Steuererhöhungen, ein „Staatsbegräbnis“ für den Green Deal, eine hundertprozentige, in der Verfassung verankerte Neutralität und der Bau der „Festung Österreich“. Man müsse mit dem „eisernen Besen durch die Bürokratie fahren“ und sich von allem trennen, was die Bevölkerung nicht brauche – von der ORF-Haushaltsabgabe über Millionen für „dubiose NGO-Projekte“ bis hin zu „Milliardengeschenken für die Ukraine“.

Besonders im Gesundheits- und Asylbereich prangerte der FPÖ-Chef untragbare Zustände an. Während Österreicher auf Operationen warten, leiste man sich gleichzeitig Millionen Behandlungen für Ausländer. „Wir hatten 22 Millionen Krankenhausbehandlungen in den letzten zehn Jahren für Gastpatienten, die so gut wie gar nichts eingezahlt haben. Für Afghanen, für Syrer, für Pakistaner, Inder, Afrikaner, Türken, Iraner, Iraker und Ukrainer“, rechnete Kickl vor. Diese würden nicht nur das Standardprogramm, sondern auch „die Psychotherapie, die Schönheitskorrektur oder die künstliche Befruchtung“ erhalten. Kickls Schlussfolgerung: „Dieses System ist krank und deswegen werden wir diejenigen sein, die es wieder auf gesunde Beine stellen.“

Im Kampf gegen die illegale Massenzuwanderung kündigte Kickl einen radikalen Kurswechsel an. Es brauche einen „Asylstopp für Völkerwanderer und Deattraktivierung für all diejenigen, die schon da sind.“ Für jene, die sich nicht integrieren wollen und das Land gefährden, sei Remigration das Gebot der Stunde: „Natürlich brauchen wir Remigration. Und zwar für all diejenigen, die schon da sind, aber die eigentlich nicht hierhergehören. Weil sie uns nämlich mit ihrem Verhalten beweisen, dass sie uns verachten, dass sie uns ausnutzen, dass sie uns gefährden und dass sie uns zerstören. Und da werden wir dann einen Flieger brauchen. Aber keine „Air Force One‘ für einen Präsidenten, sondern eine ‚Airbert One‘. Mit der ‚Airbert One‘ werden wir dann alle ausfliegen, die in diesem Land nichts verloren haben.“

Durch die Bildung der Verlierer-Ampel sei für die Österreicher nun glasklar, dass es eine Einheitspartei der Systemparteien gebe. „Bei der nächsten Wahl, da treten nicht mehr vier oder fünf oder sechs Parteien gegeneinander an. Nein, bei der nächsten Wahl treten nur mehr zwei Parteien gegeneinander an: Die Freiheitliche Partei auf der Seite der Bevölkerung und alle anderen als Einheitspartei auf ihrer eigenen Seite“, erklärte Kickl unter dem tosenden Applaus der Anwesenden und zeigte sich siegessicher: „Der Systemwechsel ist möglich. Klare Verhältnisse sind möglich. Die guten Jahre für Österreich sind möglich. Wir sind nur noch eine einzige Nationalratswahl davon entfernt. Und dann zünden wir ihn, unseren Phönix-Plan für Österreich, vom ersten Tag eines freiheitlichen Volkskanzlers an!“