Der Familienbonus ist eine familienpolitische Errungenschaft
Gestern wurden von der Bundesregierung nach fast einer Woche Verhandlungen die Grundzüge des neuen Budgets 2027/2028 vorgestellt. In den kommenden zwei jahren muss weiter hart gespart werden, in Summe soll es dabei 5m1 Mrd. Euro im Budget gehen. Unter anderem sind demnach aber auch Einsparungen in Höhe von 130 Millionen Euro beim Familienbonus vorgesehen, laut Regierung seien von den Kürzungen Eltern von Kindern unter drei Jahren sowie jene, wo beide Elternteile arbeiten, betroffen sein.
Der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich, Familienreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner übt daran deutliche Kritik: „Leider setzt die Bundesregierung ihren Kurs fort und hat sich abermals dafür entschieden, die Budgetkonsolidierung auf dem Rücken der Familien durchzuführen. Auch wenn viele Details noch offen sind, zeigt bereits diese Ankündigung die Stoßrichtung und die ist familienpolitisch höchst bedenklich. Einsparungen beim Familienbonus sind nicht nur sozial ungerecht, sondern auch wirtschaftspolitisch kurzsichtig.“
Der 2019 eingeführte Familienbonus gilt als eine der bedeutendsten familienpolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre. Insbesondere berufstätige Eltern wurden dadurch spürbar entlastet – Leistung wurde belohnt, Eigenverantwortung gestärkt und die Familiengründung erleichtert. „Der Familienbonus ist kein beliebiger Zuschuss, sondern eine bewusste Anerkennung jener Menschen, die durch ihre Arbeit und ihre Bereitschaft, Kinder großzuziehen, einen wesentlichen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Wer hier kürzt, greift genau jene an, die tagtäglich Verantwortung übernehmen und den Wohlstand unseres Landes sichern“, betont Haimbuchner.
Haimbuchner warnt zudem vor den langfristigen Auswirkungen dieser Politik: „Wer Familien finanziell schwächt, riskiert nicht nur soziale Verwerfungen, sondern auch negative Effekte auf Geburtenentwicklung, Arbeitsanreize und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
„Der Familienbonus hat sich bewährt und darf daher keinesfalls geschwächt werden. Im Gegenteil, die steuerliche Entlastung der Familien sollte weiter forciert werden. Ebenso ist eine regelmäßige Anpassung von Familienleistungen an die Inflation unerlässlich, um die reale Kaufkraft zu erhalten. Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Wer bei ihnen spart, spart an der falschen Stelle. Das Leistungsprinzip hat unsere Heimat groß gemacht, es nun durch Einsparungen an der falschen Stelle zu untergraben ist der falsche Weg“, so LH-Stv. Haimbuchner abschließend