Haimbuchner zu Strompreis-Rekorden: „Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zusehen“

Die Strompreise an der Börse haben am Mittwoch bereits den dritten Rekordwert in Folge erreicht. Mit 64,19 Cent netto pro Kilowattstunde wurde erneut ein Höchststand verzeichnet. Für Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter und Landesparteiobmann der Freiheitlichen Partei Oberösterreich, Dr. Manfred Haimbuchner, sind diese Entwicklungen ein deutliches Warnsignal für die Energiepolitik der Bundesregierung.

„Diese preislichen Knappheitssignale dürfen nicht einfach ignoriert werden. Innerhalb kürzester Zeit erleben Haushalte, Gewerbetreibende und Industrie neuerliche Preisspitzen am Spotmarkt. Und das bei genau jenen dynamischen Tarifen, die die Bundesregierung noch vor wenigen Monaten als angebliches Billigstrommodell verkauft hat. Diese werden für viele Kunden nun zur Kostenfalle“, warnt Haimbuchner.

CO₂-Kosten treiben Strompreise zusätzlich in die Höhe

Als einen wesentlichen Grund für die steigenden Strompreise sieht Haimbuchner die politisch verursachten CO₂-Kosten. Vor allem Gaskraftwerke, die in Zeiten von Energieknappheit dringend benötigt werden, würden dadurch künstlich verteuert.

„Die CO₂-Bepreisung ist ein zentraler Kostentreiber. Wenn Gaskraftwerke in Zeiten knapper Stromversorgung den Preis bestimmen, schlagen diese zusätzlichen Kosten unmittelbar auf den Strompreis durch. Am Ende zahlen Haushalte und Betriebe die Rechnung“, so Haimbuchner.

Wasserkraft ausbauen und Versorgung absichern

Für die Freiheitliche Partei Oberösterreich braucht es nun rasches Handeln. Der Ausbau der heimischen Wasserkraft müsse beschleunigt und die Versorgungssicherheit durch moderne Gaskraftwerke abgesichert werden. Gleichzeitig müsse sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene für die Abschaffung der preistreibenden CO₂-Kosten einsetzen.

„Die politische Blockade beim Ausbau der Wasserkraft muss beendet werden, moderne Gaskraftwerke müssen rasch in den Markt gebracht werden und die Bundesregierung muss auf EU-Ebene endlich die Abschaffung der preistreibenden CO₂-Kosten einfordern“, fordert Haimbuchner.

Hausverstand statt ideologischer Energiepolitik

Für den FPÖ-Landesparteiobmann steht fest, dass Österreich auf eine verlässliche und leistbare Energieversorgung angewiesen ist. Dafür brauche es einen energiepolitischen Kurswechsel.

„Österreich braucht keine ideologische Energiepolitik, sondern Grundkenntnisse in Physik, Ökonomie und Hausverstand. Wasserkraft ist unsere heimische Stärke. Gaskraftwerke sind als gesicherte Leistung unverzichtbar, um Abendspitzen, Dunkelflauten und Knappheitssituationen abzufedern. Wer beides blockiert oder verteuert, macht Strom teurer und gefährdet den Standort.“

Für Haimbuchner ist daher klar: Die Menschen brauchen leistbaren Strom, Versorgungssicherheit und eine Energiepolitik, die sich an den Interessen von Haushalten, Arbeitnehmern und Unternehmen orientiert – nicht an ideologischen Vorgaben.