Infrastruktur-Landesrat Steinkellner präsentiert neue Kampagne „Rot heißt Stop“

Rotlichtmissachtung ist unterschätzte Gefahr im Straßenverkehr und weit verbreitetes Problem

Ein kurzer Blick, ein Gedanke wie „Es kommt eh niemand“, und schon wird eine rote Ampel ignoriert. Was für viele wie ein harmloser Regelverstoß wirkt, kann innerhalb von Sekunden zu schweren Unfällen mit dramatischen Folgen führen. Rotlichtmissachtung zählt in Österreich seit Jahren zu den größten Risiken im Straßenverkehr und ist eine der häufigsten Ursachen für Unfälle mit Verletzten und Todesopfern. Rotlichtmissachtung gehört zu den größten, aber oft unterschätzten Gefahren im Straßenverkehr. Jedes Jahr werden Hunderte Menschen verletzt, weil Verkehrsregeln ignoriert werden. Mit der neuen Kampagne „ROT HEISST STOP“ setzt das Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner auf einen modernen, humorvollen Ansatz, um die Bevölkerung für dieses Risiko zu sensibilisieren. Denn die Botschaft ist so einfach wie wichtig: Rot heißt Stop – und das aus gutem Grund.

Rotlichtmissachtung ist kein Randphänomen. Laut Verkehrssicherheitsbericht 2024 geben rund 40 Prozent der Bevölkerung an, in den vergangenen fünf Jahren zumindest einmal bei Rot gefahren oder gegangen zu sein. Beobachtungen zeigen zudem, dass etwa sechs Prozent aller Verkehrsteilnehmer Kreuzungen trotz roter Ampel queren.  Besonders alarmierend ist die Unfallstatistik: Rund ein Viertel aller Verkehrsunfälle ist auf Vorrangverletzungen und Rotlichtmissachtung zurückzuführen. Jährlich ereignen sich etwa 700 Unfälle mit Personenschaden durch Rotlichtverstöße, bei denen mehr als 800 Menschen verletzt werden. Zudem zählt Rotlichtmissachtung zu den häufigsten Ursachen tödlicher Verkehrsunfälle.

Ampelanlagen dienen dazu, Verkehrsströme voneinander zu trennen und Konflikte an Kreuzungen zu verhindern. Wird dieses System missachtet, entstehen besonders gefährliche Situationen, die schnell zu schweren Unfällen führen können. Besonders häufig kommt es zu seitlichen Kollisionen bei hoher Geschwindigkeit oder zu Zusammenstößen mit Fußgängern. Auch Radfahrer und E-Scooter-Nutzer sind stark gefährdet, da sie bei einem Unfall kaum geschützt sind. Während Autofahrer durch Karosserie und Sicherheitssysteme zumindest teilweise geschützt werden, sind Fußgänger und Radfahrer im Ernstfall nahezu schutzlos.

Ursachen: Unachtsamkeit und bewusste Fehlentscheidungen

Die Ursachen für Rotlichtmissachtung sind vielfältig. Im Kfz-Verkehr spielen häufig Unachtsamkeit oder Ablenkung eine Rolle, während Fußgänger und Radfahrer rote Ampeln oft bewusst missachten. Typische Auslöser dafür sind Zeitdruck, lange Wartezeiten oder die Annahme, dass „eh niemand kommt“. Ein zentrales Problem ist dabei die Fehleinschätzung des Risikos. Besonders zu Fuß oder mit dem Fahrrad wird das Überqueren einer roten Ampel häufig als harmlos angesehen, obwohl dadurch gefährliche Situationen entstehen und das Unfallrisiko erheblich steigt.

Steinkellner: „Jede Missachtung einer roten Ampel kann einen Unfall auslösen“ – Humor als wirksames Mittel

Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner betont die Gefährlichkeit dieses Fehlverhaltens: „Unser Ziel ist es, mehr Bewusstsein für dieses Risiko zu schaffen – denn jede Missachtung einer roten Ampel kann einen Unfall auslösen. Wer bei Rot fährt oder geht, entscheidet sich bewusst für ein unnötiges Risiko.“  Steinkellner unterstreicht damit, dass Rotlichtmissachtung keine Bagatelle ist, sondern eine bewusste Entscheidung mit potenziell schwerwiegenden Konsequenzen.  Um das Bewusstsein in der Bevölkerung zu schärfen, startet das Land Oberösterreich eine neue Verkehrssicherheitskampagne unter dem prägnanten Motto „ROT HEISST STOP“. Anders als klassische Sicherheitskampagnen setzt das Land dabei auf Humor statt auf den erhobenen Zeigefinger. Ziel ist es, Menschen durch überspitzte Alltagssituationen zum Nachdenken zu bringen. Die Kampagne umfasst humorvolle Videospots, Radiospots, prägnante Print-Sujets und Social-Media-Inhalte. Damit sollen typische Ausreden und Verhaltensmuster aufgegriffen und kritisch hinterfragt werden.

„Mit der Kampagne ‚ROT HEISST STOP‘ gehen wir bewusst einen neuen Weg. Statt erhobenem Zeigefinger setzen wir auf Humor, um die Menschen zum Nachdenken zu bringen. Die Spots greifen Alltagssituationen auf und zeigen klar: Rotlichtmissachtung ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann schwerwiegende Folgen haben“, betont Steinkellner. Die Kampagne knüpfe damit an frühere erfolgreiche Verkehrssicherheitsinitiativen wie „Sei kein Ungustl“ an. Die zentrale Botschaft der Kampagne ist eindeutig: Eine rote Ampel bedeutet immer Halt – ohne Ausnahme. Ziel ist es, das Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung zu erhöhen und Fehlverhalten im Straßenverkehr zu reduzieren. Dadurch sollen Unfälle verhindert, Menschenleben geschützt und mehr Rücksicht im Straßenverkehr gefördert werden.