Einigung für Oberösterreichs Regionalbahnen: Zukunft von Mühlkreisbahn, Almtalbahn und Hausruckbahn abgesichert
Oberösterreich hat gemeinsam mit dem Bund und den ÖBB eine wichtige Vereinbarung zur Zukunft des regionalen Bahnverkehrs getroffen. Im Mittelpunkt stehen die langfristige Absicherung bestehender Regionalbahnen, gezielte Modernisierungen sowie die Weiterentwicklung zentraler Schienenprojekte im Land. Die nunmehrige Vereinbarung ist ein starkes Bekenntnis zum Standort Oberösterreich einerseits, aber auch zur Mobilität der Zukunft. Moderne Bahnverbindungen würden Lebensqualität sichern, Pendler entlasten und den Wirtschaftsraum stärken. Die Lokalbahnen seien „lebenswichtige Verkehrsadern“ des Landes. Auch auf Bundesebene wird die Vereinbarung als wichtiger Schritt für einen verlässlichen und langfristig abgesicherten öffentlichen Verkehr in den Regionen gesehen. Ziel sei ein planbares Angebot für die Menschen und eine partnerschaftliche Lösung zwischen Bund, Land und ÖBB.
Verkehrslandesrat Günther Steinkellner betont: „Wir bringen zentrale Projekte auf Schiene – im wahrsten Sinn des Wortes. Die Einbindung der Regional-Stadtbahn, die Weiterentwicklung der Mühlkreisbahn und die Modernisierung bestehender Strecken sind entscheidende Schritte für ein funktionierendes Gesamtverkehrssystem in Oberösterreich.“ Auch ÖBB und OÖ Verkehrsholding sehen in der Vereinbarung eine wichtige Grundlage für eine moderne und leistungsfähige Schieneninfrastruktur sowie für ein attraktiveres öffentliches Verkehrsangebot.
Almtalbahn und Hausruckbahn bleiben
Ein zentraler Punkt der Vereinbarung ist die Absicherung bestehender Regionalbahnen. Die Almtalbahn und die Hausruckbahn bleiben Teil des ÖBB-Systems. Gleichzeitig werden Investitionen ermöglicht, die mit dem Verkehrsdienstvertrag bis 2033 abgestimmt sind.
Bekräftigt wurde dabei die Elektrifizierung der Almtalbahn im Abschnitt Wels–Sattledt. Zudem ist die Erneuerung der Traunbrücke im Raum Wels/Thalheim vorgesehen. Für die Hausruckbahn wurde der Weiterbetrieb in beiden Abschnitten vereinbart. Falls technische Probleme mit hohem Investitionsbedarf auftreten, kann vorübergehend auch ein Busangebot eingerichtet werden.
Mühlkreisbahn und Regional-Stadtbahn
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zukunft der Mühlkreisbahn. Die Gespräche über eine mögliche Übernahme durch das Land Oberösterreich oder ein Unternehmen der OÖ Verkehrsholding sollen intensiviert werden. Ziel ist eine nachhaltige Modernisierung der Strecke. Große Bedeutung kommt außerdem der Regional-Stadtbahn Linz zu. Vor allem die Einbindung in den Linzer Hauptbahnhof und den Mühlkreisbahnhof gilt als wichtiger Schritt für ein leistungsfähiges Bahnnetz in Oberösterreich.