Die geplante Verlängerung der S7 der Regional-Stadtbahn von Linz-Auhof in Richtung Gallneukirchen und Pregarten geht in die nächste Phase. Im Zentrum stehen nun umfassende Baugrunderkundungen entlang des verordneten Trassenkorridors. Diese Untersuchungen bilden die Grundlage für das Vorprojekt, das bis Ende 2026 abschnittsweise ausgearbeitet, durchgeplant und hinsichtlich verschiedener Varianten geprüft werden soll. Ziel ist es, eine technisch, wirtschaftlich und ökologisch tragfähige Lösung für die Anbindung des Mühlviertels an den Zentralraum Linz zu entwickeln. Die gewonnenen Daten seien entscheidend für die weiteren Planungsschritte. Ziel sei, das Vorprojekt bis Ende 2026 abzuschließen und den Freihaltekorridor auf das tatsächlich erforderliche Ausmaß zu reduzieren, um den betroffenen Gemeinden mehr Planungssicherheit zu geben.
Für Verkehrs- und Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner markieren die nun gestarteten Arbeiten einen wichtigen Fortschritt im Gesamtprojekt: „Mit dem Start der Baugrunderkundungen im Mühlviertel ist nun ein erster wesentlicher Meilenstein für die weiteren Planungen im Vorprojekt in Richtung Gallneukirchen/Pregarten erreicht. Bis zu den nächsten Projektschritten – vom Einreichprojekt über die erforderlichen behördlichen Verfahren bis hin zum tatsächlichen Baubeginn – liegt noch ein weiter Weg vor uns. Dazu zählt auch die Sicherstellung der notwendigen Finanzierung mit dem Bund, sowohl für die Einreichplanung als auch für die anschließende Bauphase. Insofern freut es mich, dass die Planungen im Vorprojekt planmäßig verlaufen und diese mit den Bohrungsarbeiten zum ersten Mal auch sichtbar werden.“
21 Kernbohrungen und Untersuchungen bis 45 Meter Tiefe
Entlang des geplanten Streckenverlaufs von Linz-Auhof bis Pregarten kommen in den kommenden Monaten umfangreiche geotechnische Verfahren zum Einsatz. Insgesamt sind 21 Kernbohrungen, 20 Baggerschürfe sowie 39 Rammsondierungen vorgesehen. Ergänzend dazu werden 13 Pumpversuche durchgeführt, um die Grundwasserverhältnisse detailliert zu analysieren. Bei den Kernbohrungen wird bis zu 45 Meter tief in den Mühlviertler Untergrund gebohrt. Spezielle Bohrgeräte ermöglichen es, Proben aus unterschiedlichen Bodenschichten zu entnehmen. Diese werden anschließend auf ihre geologische und chemische Zusammensetzung untersucht. Im Fokus stehen unter anderem die Tragfähigkeit des Baugrundes, die Lage des Grundwasserspiegels, hydrogeologische Verhältnisse sowie mögliche abfallchemische Eigenschaften des Bodens. Nach Abschluss der Arbeiten werden sämtliche Bohrpunkte wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.
Bei den Kernbohrungen wird bis zu 45 Meter tief in den Mühlviertler Untergrund gebohrt. Spezielle Bohrgeräte ermöglichen es, Proben aus unterschiedlichen Bodenschichten zu entnehmen. Diese werden anschließend auf ihre geologische und chemische Zusammensetzung untersucht. Im Fokus stehen unter anderem die Tragfähigkeit des Baugrundes, die Lage des Grundwasserspiegels, hydrogeologische Verhältnisse sowie mögliche abfallchemische Eigenschaften des Bodens. Nach Abschluss der Arbeiten werden sämtliche Bohrpunkte wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.
Zentrale Grundlage für Tunnel, Brücken und Stützmauern
Die Erkenntnisse aus den Baugrunderkundungen sind essenziell für die weitere Planung – insbesondere in einem topografisch anspruchsvollen Gebiet wie dem Mühlviertel mit seinen Steigungen und Gefällen. Neben geometrischen und fahrdynamischen Anforderungen spielt die Bodenbeschaffenheit eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung einer optimalen Linienführung. Gerade für die Bauwerksplanung – etwa von Tunneln, Stützmauern und Brücken – liefern die Untersuchungen zentrale Parameter. Je genauer die Eigenschaften des Untergrundes bekannt sind, desto fundierter können Konstruktionen dimensioniert und spätere Risiken minimiert werden. Damit leisten die Untersuchungen einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Betriebssicherheit der Strecke.